Das Albertinum in Dresden - Von der Waffenkammer zur Herberge der Moderne
Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude beim Angriff der alliierten Bomber in der Nacht vom 13. zum 14. Februar schwer beschädigt, ja fast zerstört. Die Kunstschätze, wenn nicht beim Brand zerstört, wurden zu großen Teilen in die damalige Sowjetunion verbracht und kehrten erst viele Jahre später in die Landeshauptstadt zurück. In den Jahren bis 2004 galt das Albertinum immer wieder als Zwischenstation für zahlreiche wichtige Sammlungen in Dresden. So beherbergte es unter anderem die Rüstkammer, das Kupferstichkabinett, die Münzsammlungen oder Teile des Inventars aus dem weltbekannten Grünes Gewölbe. Erst seit dem Jahr 2010, nach einer kompletten Restaurierung, bei der auch Schäden aus dem Elbehochwasser 2002 beseitig wurden, sind im Albertinum wieder die komplette Skulpturensammlung, aber nun auch die Galerie der Neuen Meister zu finden. Das Haus sieht sich jetzt als ein "Museum der Moderne" und präsentiert auf einer Ausstellungsfläche von fast 14.000 Quadratmetern unter anderem Werke von Caspar David Friedrich, Ludwig Richter, Otto Dix und Claude Monet.
Ihr Team von Miriquidi Art
Schloß Purschenstein - von der Wehranlage zum Luxushotel

Schloß Purschenstein, auch bekannt als "Neuschwanenstein des
Erzgebirges" blickt heute auf eine fast 800-jährige Geschichte zurück.
Im Jahr 1289 wurde das Schloß, welches als eine der ältesten
Ritterburgen Sachsens gilt, erstmals urkundlich erwähnt. Seine Bedeutung
gewann es unter anderem durch seine Lage an der alten Salzstraße, die
damals einen regen Handelsverkehr zwischen Prag und dem anhaltinischen
Halle sicherstellte. Der Name, so nehmen Historiker inzwischen an,
leitet sich vom eigentlichen Erbauer, dem böhmischen Ritter Borso II.
von Riesenburg hab, so spricht die damalige Urkunde demnach auch vom
Schloß "Borsensteyn".
Während des Mittelalters wechselte der Besitz des Schloß Purschenstein
immer wieder zwischen dem Markgraftum Meißen und dem Land Böhmen. Erst
später tauchen auch das Geschlecht der Wettiner und die heutigen
Besitzer, das Haus der Schönberg in den Besitzurkunden auf. Lange Zeit
hat sich der Status dann nicht mehr geändert, auch wenn der Besitz der
Familie Schönberg inzwischen in eine Stiftung übergegangen ist.
Der Bau des Schloß Purschenstein ist deutlich vom Stil der Renaissance
geprägt. Das kann man unter anderem an dem charakteristischen
Wendelstein und an den unterschiedlichen Malereien im Gebäude. Auch der
Turm, einschließlich einer Kapelle und der Uhr, tragen Züge dieser
baulichen Epoche. Ein wenig früher entstand ein Merkmal, welches auf die
eigentliche Rolle des Schloß Purschenstein als Burg hinweist: der
sogenannte Bergfried hat eine imposante Mauer von fast drei Metern Dicke
bei einer Höhe von über vierzig Metern. Zudem deuten Reste der alten
Ringmauer, des einstigen Walles und des Grabens, an der nordwestlichen
Seite des Schlosses gelegen, von der einstigen Größe des Komplexes.
Nach dem zweiten Weltkrieg dienste das Schloß Purschenstein unter
anderem als Kinderheim und als Stätte für kulturelle Veranstaltungen des
FDGB (Freier Deutscher Gewerkschaftsbund). Im Jahr der politischen
Wende brannte dann das Gebäude bei einem Unglück fast vollständig aus,
wurde jedoch in den darauffolgenden zehn Jahren weitestgehend saniert.
Bis 2005 waren im Schloß unter anderem ein Motoradmuseum, eine
gastronomische Einrichtung und ein Zimmer, welches speziell für
Hochzeiten gedacht ist, beherbergt.
Erst vor wenigen Jahren wurde das Gebäude dann von einer
niederländischen Familie erworben und zu einem prunkvollen Schloßhotel
umgebaut in dem heute gut betuchte Besucher aus aller Welt auf hohem
Niveau residieren können.Ihr Team von Miriquidi Art
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